Teil 10: Wichtiges von Belanglosem trennen
Das persönliche Fundament festigen

Unseren geistigen und mentalen Ressourcen sind begrenzt. Wir sollten sie nicht verschwenden. Wir müssen lernen, das Wichtige vom Belanglosen zu trennen, uns auf die entscheidenden Themen zu fokussieren. Sonst beschäftigen wir uns mit irrelevanten Dingen, treiben gedanklich und emotional in alle Richtungen und sind kaum in der Lage, gute Entscheidungen zu treffen.  

Wir sollten nicht den Anspruch haben, zu jedem Thema am besten informiert zu sein. Das ist nicht einmal ansatzweise möglich. Bereits der Versuch immer der Beste sein zu wollen, führt zu hohen Opportunitätskosten. Wertvolle Zeit und Energie stehen nicht mehr für andere Aufgaben zur Verfügung.

Zeigen wir hingegen die Grenzen unseres Wissens, geben wir anderen Freiraum. Begrenzen sich alle auf ihr beherrschtes Wissen und ihre eigenen Kompetenzen, werden Gespräche unweigerlich sachlicher und zielorientierter. Anstatt unserer Egos stehen dann die Lösungen im Mittelpunkt. Die Zusammenarbeit wird reibungsloser und effizienter.

Menschen sind sich in vielem ähnlich und zugleich sehr unterschiedlich. Eine einzig richtige oder allgemeingültige Sichtweise kann es nicht geben. Hier einige meiner erprobten Methoden, sich vor Irrelevantem abzuschotten:

  • Ich entscheide bewusst, welche „geistige Nahrung“ ich zu mir nehme, versuche den Konsum von Informationen zu reduzieren. Newsletter, Newsportale, Newsfeeds und Social Media reduziere ich so weit wie möglich. Um ungestörtes Arbeiten zu ermöglichen, stelle ich Benachrichtigungen auf stumm, Emails lese ich nur in zeitlichen Abständen. 
  • Ich frage mich regelmäßig, ist das notwendig, kann ich das gebrauchen, soll ich darüber nachdenken oder sollte ich es ignorieren. Themen sortiere ich nach Dringlichkeit und Wichtigkeit anhand der Eisenhower-Matrix nach Dringlichkeit und Wichtigkeit und überprüfe regelmäßig, ob ich meine Zeit gut nutze.

Um einen erfolgreichen Informationsfluss zu ermöglichen, tausche ich mich mit meinen Kollegen in engen Abständen aus. Wir informieren uns gegenseitig über grundsätzliche Entwicklungen, intensiver stimmen wir uns über gemeinsame Aufgaben ab. Bei dringenden Themen oder Problemen treffen wir uns unmittelbar persönlich oder telefonieren. Von der Verteilung redundanter Informationen – insbesondere Cc-Mails – sehen wir ab.

Dr. Ronald Roos
Kapitalmarkttransaktionen | Finanzierungen | Restrukturierungen 
CEO | CFO | CRO
Management on Demand AG
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