Teil 6: Den eigenen Geist schulen
Das persönliche Fundament festigen

Unser Geist ist unser wichtigstes Werkzeug. Sind wir unruhig oder aufgeregt, fällt es uns schwer, fokussiert zu arbeiten. Auch für andere ist es nicht einfach, sich unserer Stimmung zu entziehen. Negative Gedanken und Gefühle übertragen sich auf unsere Umgebung und beeinträchtigen unsere Wirkung als Führungskraft.

So wie ein Zimmermann seine Säge schärft, können wir unseren Geist schärfen. Ziel ist ein ruhiger, gesammelter und konzentrierter Geist. Um Situationen sachgerecht zu analysieren, gute Entscheidungen zu treffen, zielführend zu handeln und erfolgreich Menschen zu führen, ist die Kontrolle über die eigene geistige Verfassung unabdingbar.

Als Manager erbringen wir geistige Leistungen, vergleichbar mit den körperlichen Leistungen von Sportlern. Letztere gehen sehr pfleglich mit ihrem Körper um. Sie achten auf ihre Ernährung und halten sich durch permanentes Training fit. Wollen wir die uns gestellten Aufgaben erfolgreich bewältigen, sollten wir entsprechend auf unsere geistige »Ernährung« achten und unseren Geist regelmäßig gezielt trainieren.

Wir werden permanent mit wertlosen und überflüssigen Informationen überflutet. E-Mails, soziale Netzwerke, Karriereseiten und News-Portale sind allgegenwärtig. Ihre Leistungen sind nur auf den ersten Blick kostenlos. Tatsächlich bezahlen wir die werbefinanzierten Angebote nicht nur mit unseren Daten, sondern auch mit unserer Aufmerksamkeit und unserer Konzentration.

Wir sollten daher sehr bewusst entscheiden, welche geistige Nahrung wir zu uns nehmen, welche Störungen wir zulassen. Wir erlauben es uns ja auch nicht, uns permanent mit Zucker vollzustopfen. Wir sollten die Anzahl der genutzten Informationsquellen reduzieren und diese nur in wenigen, festgelegten Zeitfenstern konsumieren.

Die Hirnforschung hat die positiven Effekte von Achtsamkeits- oder Meditationsübungen bestätigt. Wir werden ruhiger, erlangen Herrschaft über unsere Gefühle, lassen uns weniger leicht von Emotionen mitreißen und können uns besser fokussieren. Die Übungen sind im Prinzip ganz einfach. Sie regelmäßig durchzuführen, erfordert aber viel Disziplin. Der Übende konzentriert sich vollkommen auf einen Gegenstand, einen Teil des eigenen Körpers oder eine Tätigkeit, insbesondere auf seinen Atem. Störende Gedanken und Emotionen werden ohne Bewertung wahrgenommen und verschwinden langsam im Hintergrund.

Dr. Ronald Roos
Kapitalmarkttransaktionen | Finanzierungen | Restrukturierungen 
CEO | CFO | CRO
Management on Demand AG
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